Chronik der Feuerwache Nord
(Komplett übernommen von Thomas Kolberg)

Vorwort:

Am 02. April 1997 besteht die Feuerwache Nord 90 Jahre. Dies habe ich als Anlaß genommen einmal die Geschichte unserer Feuerwache näher zu betrachten. Ich erhebe keinen Anspruch auf 100% ige Vollständigkeit, jedoch wurden alle Recherchen nach bestem Wissen und Gewissen ausgeführt. Die vorliegende bauliche Beschreibung der Feuerwache, am Anfang dieses Textes, stammt aus dem Jahresbericht des Hochbauamtes Leipzig von 1906 und wurde vollständig übernommen.

Literatur- und Bildquellenverzeichnis:

Jahresbericht der Stadt Leipzig 1906/07 (Stadtbibliothek Leipzig)

Erinnerungsschrift zum 80-jährigen Dienstjubiläum der Feuerwache Leipzig Nord
Jürgen Hahn Oltn.d. F 1987

Foto "Schlauchwäsche": mit fr. Genehmigung von Th. Liebau - Nordwache -
Foto "Bombentreffer" Kopie aus der Festschrift 125 Jahre Feuerwehr Leipzig
(c) Fotos Feuerwehrfahrzeuge der Feuerwache Nord Kolberg/Ruß - Nordwache -
(c) Rettungsdienststatistik 1996 Kolberg - Nordwache -
Zeichnung Nordwache mit Schmuckelementen; Hahn Oltn. d. F.


Die vorliegende Chronik wurde überarbeitet und erstellt aus obengenannter Erinnerungsschrift zum 80-jährigen Dienstjubiläum der Feuerwache Nord von Th. Kolberg - Nordwache -

Bei allen Kollegen die mich bei meiner Arbeit unterstützt haben, möchte ich auf diesem Wege bedanken


Thomas Kolberg


Januar 1997


Die Geschichte der V. Bezirksfeuerwache Leipzig - Nord

Im Verwaltungsbericht des Hochbauamtes für das Jahr 1904 wurde angeführt, daß die ehemaligen Vororte Eutritzsch und Gohlis bei Feuergefahr auf das ziemlich entfernt gelegene Hauptdepot in der inneren Stadt angewiesen seien. Durch die fortschreitende Bebauung der nördlichen Teile von Eutritzsch und Gohlis, ganz besonders aber des Fabrikareals am Berliner Bahnhof war es dringendes Bedürfnis geworden, auch für diese Stadtteile eine Feuerwache zu errichten um schnelle rechtzeitige Hilfe bringen zu können.

Nach längerer Verhandlung wurde das an der Matthissonstrasse in Leipzig - Gohlis gelegene 2702,1m² haltentende Areal für 45037,80 Mark als Bauplatz für die V. Bezirksfeuerwache angekauft.

Die Anlage besteht aus einem Haupt- und einem Schuppengebäude. Das erstere hat 582,54m² bebaute Fläche und umfaßt 9871,07m³ umbauten Raum. Das letztere hat 134,14m² bebaute Fläche und umfaßt 737,77m³ umbauten Raum.

Die Räume des Hauptgebäudes sind wie folgt unterteilt:
Im Kellergeschoß befinden sich Wirtschaftsräume für den Dienst der Feuerwehr, Keller für die drei Wohnungen, außerdem die Räume für die Zentralheizung und die elektrische Batterie.
Das Erd- und das erste Obergeschoß enthalten ausschließlich Diensträume. Im Erdgeschoß befindet sich an der Straßenfront der Geräteraum für die vier Fahrzeuge, und zwar den Tender, die Dampfspritze, die mechanische Leiter und den Schlauch- und Gerätewagen. Unmittelbar an diesem liegt dem Hofe der Pferdestall, in dem sechs Pferdestände, sogenannte Boxen, sowie ein Doppelstand für Reservepferde als Vorspann im Winter vorgesehen sind. Die direkte Verbindung jedes Pferdestandes mit dem Fahrzeugraum ist durch eine Tür in der Rückwand des Geräteraumes hergestellt.
Weiter liegen im Erdgeschoß das Telegraphenzimmer, ein Raum für die Radfahrer (der einen gesonderten Ausgang hat), eine Stube für die Fahrer, die Schlosserei, die Schlauchwäsche und die Geschirrkammer, sowie zwei Aborte.
Im ersten Obergeschoß befindet sich das Wachzimmer, der Schlafsaal (für je 33 Mann), ein Tages- und ein Schlafraum für die Oberfeuerwehrmänner, ein Arbeitsraum für die Sattler, die Mannschaftsküche, die Futterkammer mit Futterschüttöffnungen nach den Ställen, der Waschraum und das Mannschaftsbad mit zwei Wannen und drei Duschen, sowie zwei Aborte.
Damit im Falle einer Alarmierung das Erdgeschoß von den Wachräumen des ersten Stockwerkes aus schnell zu erreichen ist, sind Rutschstangen eingebaut, und zwar drei Stück im Schlafsaal, je eine im Wachzimmer, im Oberfeuerwehrmannszimmer und in den Schlafzimmern der Oberfeuerwehrmänner und Telegraphisten.
Im zweiten Obergeschoß liegt die Dienstwohnung des Brandmeisters, das Dienstzimmer für denselben und ein Schlafraum für den Brandmeister-Stellvertreter. Ferner zwei an Feuerwehrmänner vermietete Wohnungen.. Auch von dem Dienstzimmer des Brandmeisters führt eine Rutschstange nach den Räumen des ersten Stockwerkes. An der Südostecke des Gebäudes ist das durch alle Stockwerke hindurchführende Steigerhaus, mit dem sich anschließenden Schacht zum trocknen der Schläuche angegliedert.
Im Keller desselben befindet sich auch die Schlauchwäsche.

Bis zur Fertigstellung des Feuerwachenneubaus der Wache West in der Lauchstädter Straße 1996 wurden die gesamten Feuerwehrschläuche der Stadt Leipzig auf der Nordwache gewaschen, überprüft und repariert. Bild 1 zeigt die Schlauchwäsche auf dem Hof der Feuerwache um 1930.

Zur Beheizung ist für sämtliche Diensträume, einschließlich Fahrzeugraum, Stallung, Treppenhäuser, Aborte und Schlauchschacht eine Niederdruckdampfheizung vorhanden. Für die Beheizung der Wohnungen sind Kachelöfen vorgesehen.
Die Wandflächen des Fahrzeugraumes, der Durchfahrt und des Pferdestalls sind der leichteren Reinhaltung wegen mit Rohbausteinen verblendet.
Sämtliche Decken, mit Ausnahme der Balkendecke über dem zweiten Obergeschoß, sind in Hennebiquekonstruktion ausgeführt worden.
Der Fahrzeugraum und die Schlosserei erhielten Holzpflaster, die Stallung und die Durchfahrt Eisenklinkerpflaster.
Die Treppenhausvorräume, der Raum für den Radfahrer, die Geschirrkammer, die Aborte, die Zugänge nach dem Steigerturm und die Bade- und Waschräume sind mit weißen Tonfliesen belegt.
Die übrigen Räume des Erd-, ersten und zweiten Obergeschosses haben Linoleumbelag erhalten. Die Pferdestände sind mit Bohlenwänden aus Kiefernholz abgeschlossen, die Futtertische mit darunter befindlichen Heuraufen nach dem Muster der neuen Bremer Feuerwachen eingerichtet.
Die Flügel der vier Haupttore und die sechs Türen des Pferdestalles nach dem Fahrzeugraum erhielten automatische Öffnungsvorrichtungen, die vom Telegraphenzimmer aus gehandhabt werden.
Die Geschoßtreppen sind in Hennebiquet - Bauweise mit eichenem bzw. kiefernen Stufenbeschlag und eisernen Geländer hergestellt.
Die äußere Ansicht des Gebäudes ist in Anlehnung an die Formgebung florentinischer Backsteinbauten ausgebildet, wobei die Mauerflächen mit Rathenower Handstrichverblendsteinen in Fugenmauerwerk ohne jede Verwendung von Werkstein verblendet und nur für den Sockel Beuchaer Diorit verwendet wurde.
In den drei Pfeilern zwischen den Einfahrtstoren an der Straßenfront wurden drei Reliefs mit allegorischen Darstellungen und oberhalb des mittleren Pfeilers das Stadtwappen angebracht. Die Ausführung dieses Schmuckes erfolgte, indem Bossen in Rathenower Handstrichsteinen vorgemauert wurden, aus denen die Bildhauer die Hochreliefs wie aus Werkstein herausarbeiteten. Die Modelle zu diesen Reliefs und dem
Stadtwappen sind vom hiesigen Bildhauer Josef Magr angefertigt worden.
Die Dachflächen des Hauptdaches und Steigerturmes sind mit unglasierten roten Mönchs- und Nonnenziegeln, das tieferliegende Dach oberhalb des Schlafsaales ist mit Holzzement eingedeckt und mit einem hölzernen Geländer umschlossen. Die Dachfläche wird zu Übungszwecken benutzt.
Der Schuppen ist in Fachwerkbau ausgeführt, das Dach mit Holzzement eingedeckt. Das Erdgeschoß enthält den Turnsaal und einen Raum zur Unterbringung von Geräten. Im Obergeschoß befindet sich der Futterboden und die Tischlerwerkstätte. An beiden Seiten des Gebäudes führen breite Einfahrten zum Hofe, der bis auf 9m Breite vondem Gebäude ab mit Makadam, im übrigen mit Kiesplanie befestigt worden ist. Die Einfriedung des Platzes erfolgte durch eine 1 Stein starke, in den Pfeiler auf 11/2 Stein verstärkte Mauer.
Als Gesamtbaukosten wurden bewilligt 162950 M, welcher Betrag aber nicht ausreichen dürfte.

Am 2. April 1907 wurde die V. Bezirksfeuerwache in der Matthissonstraße in Leipzig - Gohlis in Betrieb genommen. Die Wache, welche ausschließlich dem Feuerschutz der im Norden der Stadt gelegenen Stadtteile Leipzig - Gohlis und Leipzig - Eutritzsch sowie auch dem der auf Möckernscher Flur gelegenen Garnisionsanstalten dienen soll, wurde besetzt mit 1 Brandmeister als Wachvorsteher und 35 Mann einschließlich der nach 11/2 Diensttagen für 24 Stunden beurlaubten Mannschaften. An Löschgeräten stehen zur Verfügung:

1 Tender (Mannschafts- und Gerätewagen)
1 mechanische Leiter
1 Gasdampfspritze und
1 Reservetender

Die Besetzung und Ausrüstung ist also denen aller übrigen Bezirksfeuerwachen ganz gleich.
An dem selben Tage wurde in der Hauptfeuerwache der Automobillöschzug, nachdem Tender und mechanische Leiter bereits am 31. Dezember 1906 und die Gasdampfspritze am 20. Februar 1907 von der Firma "Nürnberger Feuerlöschgeräte - und Maschinenfabrik" abgeliefert und durch hinreichende Probefahrten der Beweis der Betriebssicherheit erbracht worden war, in Dienst gestellt.

Bis zum 31. Oktober 1907 waren die Bezirksfeuerwachen gleichmäßig mit je 35 Mann besetzt, das heißt mit einer Anzahl, die gerade für die Besetzung der Wache ausreichte. Bei Erkrankungen und Beurlaubungen mußte alsdann stets Ersatz von der Hauptfeuerwache gestellt werden, wobei der Dienstbetrieb sehr ungünstig beeinflußt wurde. Es wurden daher zunächst versuchsweise ohne Vermehrung des gesamten Mannschaftsbestandes von 1. November 1907 ab nach den Bezirkswachen je 42 Mann kommandiert, so daß unter normalen Verhältnissen, auch nach Abgang etwaiger Erkrankter und Beurlaubter, diese Wachen vollständig besetzt sind, ohne das Ersatz von der Hauptwache gestellt werden muß.

Unter den Einfluß des ständigen Wachstums Leipzig´s sowie der kapitalistischen Gesellschaftsordnung wuchs die Notwendigkeit den weiteren technischen und organisatorischen Ausbau der Feuerwehr zu überdenken. Mit dem fortschreitenden Eindringen des Militarismus in der Zeit bis 1939 wurden alle fortschrittlichen und demokratische Bestandteile immer mehr zurückgedrängt. An deutlichsten wurde das nach der Machtübernahme der NSDAP in Deutschland. So wurden Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschafter aus den Feuerwehren und den Aufgabengebieten des Feuerlöschwesens entfernt.
1938 wird die Berufsfeuerwehr entsprechend dem "Reichsfeuerlöschgesetz" in "Feuerlöschpolizei" und 1941 "Feuerschutzpolizei" umbenannt.
In der Nacht vom 3. zum 4. Dezember 1943 erfolgte der schwerste Bombenangriff auf die Stadt Leipzig. Unter dem großen Bombenhagel wurde auch die Nordfeuerwache schwer beschädigt.
Siehe Bild 2
 

Der Einzug der sowjetischen Truppen (entsprechend der Vereinbarung der alliierten Truppen) am 02. Juli 1945 brachte für Leipzig und damit auch für die Brandschutzorgane eine Wende. Die progressive Entwicklung unter der Führung der KPD wurde aktiv von den sowjetischen Militärberatern unterstützt. Nach Aufhebung des "Deutschen Beamtengesetzes" werden alle aktiven Feuerwehrmänner und Offiziere der "Feuerschutzpolizei" entlassen. In Zusammenarbeit der Leipziger Feuerwehr, dem Rat der Stadt Leipzig und der sowjetischen Militärverwaltung werden die zerstörten Feuerwachen wieder aufgebaut und die noch übrig gebliebenen Feuerwehrfahrzeuge bestmöglichst wieder zusammengebaut. Nach der Gründung der DDR am 07. Oktober 1949 wird in einer Festlegung der Regierung vom 01. Januar 1950 sämtliche Brandschutzorgane dem Ministerium des Innern unterstellt. Im Mai 1950 wird die Abteilung Feuerwehr Leipzig gebildet. 1981 wurde die Feuerwache Nord aufgrund ihrer mit künstlerischen Elementen versehenen Außenfassade unter Denkmalschutz gestellt.
Bis zum heutigen Tage hat sich allerdings einiges grundlegend verändert, zumindest was den Dienstbetrieb betrifft. Dem Umstand, daß die Nordwache 1981 unter Denkmalschutz gestellt wurde haben wir es wohl maßgeblich zu verdanken, das unsere Feuerwache wieder in ihrer ursprünglichen Schönheit erstanden ist.
Nach der Wende 1989 kamen für die Feuerwehr Leipzig einige neue Aufgabengebiete hinzu. Für die Nordwache war das speziell der Rettungsdienst. Durch die Partnerfeuerwehr Hannover wurden 1991 18 Rettungssanitäter ausgebildet, die dann ab August 1991 vorwiegend im Bereich Rettungsdienst eingesetzt worden sind. Gleiches wurde 1993 wiederholt, so daß dann eine spürbare Entlastung der Kollegen erfolgte. Mittlerweile gehört die Sanitätsausbildung zum Ausbildungsprogramm eines jeden neu eingestellten Feuerwehrmannes. Der Anteil des Sanitätspersonals der Feuerwache Nord liegt mittlerweile bei ca. 82% aller im Schichtdienst tätigen Feuerwehrmänner.
Heute sind in jeder der drei Dienstschichten 19 Feuerwehrmänner pro Schicht beschäftigt. Um Urlaub, Krankheit und Überstunden auszugleichen beträgt die Gesamtdienststärke 28 Mann pro Schicht. Dazu kommen noch zwei Kollegen aus dem Bereich Brandschau und der Leiter der Feuerwache, die im Tagdienst tätig sind. Die Gesamtzahl aller auf der Nordfeuerwache tätigen Feuerwehrleute liegt heute bei 84.
Am 10.01.1994 wurde mit der bis zum heutigen Tag noch andauernden Sanierung und Rekonstruktion der Feuerwache Nord begonnen. Bis 1993 war auch noch eine der zwei ursprünglich vorhandenen Wohnungen belegt. Die Einführung neuer Technik und der ab dem Jahre 1991 wieder durch die Feuerwehr Leipzig durchgeführte Rettungsdienst und Krankentransport machten eine erhöhten Bedarf an Räumlichkeiten geltend.
So wurde 1994 damit begonnen, die gesamte Feuerwache zu Sanieren und zu Rekonstruieren.
Im Keller wurden umfangreiche Trockenlegungsarbeiten durchgeführt, die alte Kohleheizung wurde durch eine moderne, saubere Gasheizungsanlage ersetzt. Damit verbunden war natürlich auch eine komplette Erneuerung der Heizungsinstallation und eine teilweise Erneuerung der Wasserinstallation. Aus dem in sich im Keller befindlichen Kohlenlager ist heute ein Sportraum entstanden und der vor der Rekonstruktion genutzte Sportkeller soll in der nächsten Zeit als Museum zur Geschichte der Feuerwehr Leipzig und der Nordwache genutzt werden. Die sich im Kellergeschoß befindlichen Lichtschächte wurden wieder vollständig geöffnet und die Kellerdecke wurde an die erhöhten Belastungen durch das inzwischen höhere Gewicht der Löschfahrzeuge angepaßt. Die Fahrzeughalle ist mit einer Abgasabsauganlage ausgestattet worden, bei der die beim Anlassen der Motoren entstehenden Dieselabgase über ein Entlüftungssystem ins Freie geleitet werden.
Im Erdgeschoß wurde ein Wärmegewöhnungsraum und zwei Duschen (auf der Westseite) eingebaut, die ehemalige Schlauchwerkstatt, im Ostflügel, ist als Lagerraum für Medikamente und Verbrauchsmaterial für den Rettungsdienst der Nordfeuerwache umgestaltet worden. Dies wurde aber erst möglich, nachdem der Neubau der Feuerwache West fertiggestellt worden war, da die gesamte Wartung und Reparatur des Schlauchmaterials der Leipziger Feuerwehr auf der Westwache erledigt wird.
In der ersten Etage wurden die Sanitären Anlagen komplett erneuert und der Mannschaftswaschraum zugunsten von drei Duschen etwas verkleinert.
Der große Schlafsaal ist durch Trockenbauarbeiten in vier kleinere Schlafräume geteilt worden, so daß heute in jedem Schlafraum pro Schicht vier Feuerwehrmänner untergebracht sind.
Die Küche ist wurde modernisiert und ebenfalls vergrößert.
In der zweiten Etage sind aus den Wohnräumen im Ostflügel Diensträume, ein Kulturraum und eine Toilette entstanden, der ehemalige Wohnraum des Westflügels dient heute als Schlafräume für die im Rettungsdienst eingesetzten Feuerwehrleute. Zwischen dem Ost- und Westflügel befinden sich heute der ebenfalls neu gestaltete Schulungsraum, das Dienstzimmer des Feuerwachenleiters, sowie die Diensträume der noch auf der Feuerwache Nord tätigen Abteilung Brandschau.
1996 ist die Rekonstruktion des Daches und der Außenfassade abgeschlossen worden. Die Fassade erhielt ihr ursprüngliches Aussehen zurück indem die sie durch intensive Reinigungsmaßnahmen vom fast einhundertjährigen Schmutz befreit und gleichzeitig neue Fenster in der ursprünglichen Farbgebung eingesetzt worden sind. Das Dach ist komplett neu eingedeckt worden.
An dieser Stelle sei noch zu erwähnen, daß alle oben ausgeführten Arbeiten bei vollem Dienstbetrieb durchgeführt wurden.
Es war daher notwendig den Bereich "Rettungsdienst" für einige Zeit aus der Feuerwache auszulagern um einen halbwegs reibungslosen Dienstbetrieb garantieren zu können. Dies geschah 1994. Während dieser Zeit war der Rettungsdienst im Bundeswehrkrankenhaus in Wiederitzsch stationiert.

Dies war der Stand von 1997. Bis heute hat sich da allerdings einiges veraendert. So sind zum Beispiel die Kollegen der Brandschau nicht mehr im Haus untergebracht, sondern auf der Feuerwache West. Der heutige Fahrzeugbestand besteht aus folgenden Fahrzeugen:

2 HLF 16 Ziegler

1 DLK 12-23 n.b.c.c. IVECO

1 KTW VW T4

1 NEF Mercedes Benz

1 RTW MB 611

1 RTW MB 310 (Reservefahrzeug durch Unfallschaden, wird daemnaechst durch MB 610 ersetzt)

Dienststaerke 19 Mann (24Stunden-Dienst)

Die Sanierung der Feuerwache ist abgeschlossen. Man kann sagen, dass diese Baumassnahmen nicht nur dringen notwendig, sondern auch eine spuerbare Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen auf der Wache gebracht haben. Als letzte Veraenderung wurde der Hof neu gestaltet. Es wurde die Waschplatte mit einem modernen Oelabscheidesystem ausgeruestet und die gesamte Hofflaeche neu gepflastert und zur Grundstuecksgrenze hin wurden Gruenanlagen angelegt. Leider musste im Zuge der Sanierung der Fachwerkbau, welcher zu Beginn (1907) als Sportraum genutzt wurde, abgerissen werden. Eine Erhaltung der Bausubstanz war nicht moeglich.

Diese Chronik wurde erstellt und mit freundlicher Genehmigung übernommen von Thomas Kolberg.

Chronik

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03 März, 2013

 

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